Verstorbene Hunde

Danke, dass wir dich kennenlernen durften, lieber Byongo 🙏.
Knapp vor seinem 12. Geburtstag hatte sein Körper keine Kraft mehr und es hieß, Lebewohl zu sagen ❤.
Nachdem Byongo bedingt durch seine Vergangenheit viele Jahre misstrauisch durchs Leben ging, wuchs am Ende ein unerschütterliches Vertrauen zu seinen Bezugspersonen. Im Laufe der Zeit kam zum Vorschein, was tief in ihm steckte, nämlich eine unglaubliche Loyalität.
Es war für diesen sensiblen Hund ein großes Glück, dass er nach seiner bewegten Geschichte endlich ankommen durfte. Daniela Adams war viel mehr als eine Pflegestelle.
Herzlichen Dank, liebe Dani, dass du dich um diesen anhänglichen und feinfühligen Hund gekümmert hast, der für seinen Menschen alles getan hätte. Auch wenn der Schmerz über den Verlust groß ist, bleibt die Gewissheit: Er hat in seinem Leben das schönste Geschenk erfahren – das Gefühl, bedingungslos geliebt und beschützt zu sein.

Foto: Sabine Stuewer

Ach, Tshuxa,

nun auch noch Du … Habt Ihr Euch abgesprochen, Ihr Lieben?
Heute, am 23. Februar, hast auch Du Dich auf die Reise gemacht, Du besonderer Schatz. Du hast alles gegeben, wir haben alles gegeben und doch hat es nicht dafür gereicht, dass wir noch eine Weile gemeinsam hier auf der Erde gemeinsam genießen dürfen.

Ja, es war wohl an der Zeit nach einem langen, keinem einfachen Leben. Du bist ein Kämpfer (gewesen), hast unverblümt klar gemacht, wer in Deinen Dunstkreis darf und wer nicht. Du hast Dich nicht kleinkriegen lassen von Menschen und auch nicht von Hunden. Deine Ausstrahlung, deine Präsenz war … so klar, so aufrichtig, eindeutig und kompromisslos. Du warst der King der Tagesgruppe und jetzt, späterhin im Alter, der enge Vertraute von Essi, Nics Podenca.

Mensch, Tshuxa … Du warst einfach nur da und alle wussten, wer der Herr im Ring ist. Ohne anzugeben, ohne laut zu sein, ohne Dich größer zu machen. Du warst da und die, die Dich kennenlernen durften, können das bestätigen. Du bist eine graue Eminenz gewesen, tapfer, furchlos und als solche vorhin in den Armen der beiden Nicoles für immer eingeschlafen.
Hey, Du hast einiges erlebt in Deinem Leben. Dir konnte man kein X für ein U vormachen. Du hast nicht nur „Hund“ gekonnt, sondern auch „Mensch“. Ich glaub, wir Menschen könnten uns ein Stück von Deiner Lebensart abschauen: Präsent sein, ehrlich sein, mit offenem Visier durchs Leben gehen – ohne Maske.
Du kleiner, brauner Wuschel. Irgendwie scheinbar unscheinbar auf den ersten Blick (für nicht Hinfühler) und auf den zweiten so ein Großer.
Du fehlst, wir sind unendlich traurig und doch so froh, dass Du (wieder) bei uns gelandet bist, verstanden und geliebt wurdest und wirst.
Wir vermissen Dich.
Farewell …

Ghooooooooostiiiiiiii
Lieber Himmel, es kann doch nicht wahr sein …
Während ich hier schreibe, weißt Du, wissen wir, dass Deine Zeit gekommen ist.
Der Krebs hat den tapferen und stolzen Akita-Krieger heimgesucht. Doch er zwingt Dich nicht in die Knie. Ja, er lässt Dich zwar hier – bei uns in Viernheim – nicht weiter leben, doch Du bist immer, immer, immer an unserer Seite, in unserem Herzen, in unseren Köpfen.
Wir erinnern uns an den Tag Deines Einzugs als junger Rüde, der uns allen zeigte, dass Hunde nicht gleich Hunde sind. Du hast uns hündisch gelehrt, uns an die Naht gebracht und unsere Herzen erfreut. Insbesondere das von Nic. Eure Verbindung war, nein, sie ist, einzigartig. Was hast Du das Team zum Narren gehalten. Wenn Du keine Lust hattest, dann hast Du Dich verschanzt, so dass Nic kommen musste, um Dich aus Deinem Eck zu holen, dass Du bis heute gut zu verteidigen wusstest. „Nicht die Mama“ wurde in den letzten Jahren zu einem geflügelten Spruch, wenn Nic mal wieder aus dem Frei ins Tierheim zititiert wurde, weil Mister Mister keinen Bock auf jemanden anders hatte.
Ihr gehört zusammen und doch war es leider nie möglich, Dich ganz mit heim zu nehmen, denn die Gefahr, die von Dir ausging, hätte Nics Kinder und Freunde gefährden können. So hast Du Dein Zuhause für genau acht Jahre im Tierheim gehabt und sowohl in Nics, als auch in vielen weiteren Herzen.
Nicht in allen, denn in Dein Herz durfte auch nicht jeder. Du warst sehr wählerisch, was „Freundschaften“ betraf und wenn Du jemanden sympathisch gefunden hast, hast Du in zuweilen mit einem breiten Grinsegesicht begrüßt.
Mensch, Ghosti, Deine Geschichte macht mich zum einen unendlich traurig, weil Du Dein Leben im Tierheim hast verbringen „müssen“, es macht mich auch wütend, denn Du wurdest als Welpe angeschafft von Menschen, die Dich unbedingt haben wollten, bis, ja, bis Du Dich so gezeigt hast, wie Hunde sich zeigen können. Und am Ende macht sie mich glücklich, denn Du hast bei uns leben dürfen – hast jeden Tag Deine Qualitätszeit bekommen, hast vor allem mit Nic privilegierte Ausflüge machen dürfen und wirst jetzt in ihren Armen für immer einschlafen. Geliebt!!! Das kann nicht jeder Hund von sich behaupten.
Ghosti, Du schreibst Tierheim Geschichte. Danke, dass Du uns begegnet bist, danke an alle, die ihn so gesehen haben, wie er ist, ihn gelassen haben, ihn respektiert und geliebt haben.
Danke an unsere Tierärzte, die alles gegeben und uns bestens begleitet haben.
Mit Dir geht ein Stück von uns. Wir sind gerade sehr gebeutelt und wir können nur hoffen, dass es so ist, wie wir es uns wünschen … dass wir uns alle wieder sehen werden und der Tod kein Abschied für immer ist. Puh, das ist gerade harter Tobak und doch sind wir froh, dass wir Dir nun den Weg des Leidens abnehmen dürfen. Farewell, großer, stolzer Ghost.
Wenn ich jetzt ende, schläfst Du schon, Ghosti. Wir vermissen Dich! Danke, dass Du unser Leben bereichert hast.
Perdy für uns alle

Kuna Nkarhi
Jetzt ist sie bei ihrem Munga, nun sind die beiden wieder vereint ❤.
Genau vierzehn Tage nach Mungas Tod haben wir uns heute von Kuna verabschiedet. Wir hatten euch ja berichtet, dass bei der letzten Ultraschall-Untersuchung einige Tumore gefunden wurden. Hat unsere tapfere Kuna gewartet, Symptome zu zeigen, bis Munga eingeschlafen war? Konnte die Erkrankung erst dann ausbrechen? Wer weiß das schon.
Das ganze Team hat sich, seit sie ohne ihn war, ganz besonders um Kuna gekümmert. Die letzten Tage hat sie leider dennoch merklich abgebaut und immer weniger gefressen.
Wir sind sehr dankbar, dass sie bei uns war. Kuna hat uns eine ganze Weile begleitet, denn sie war alles nur kein „Jedermanns-Hund“. Was hatte sie – im wahrsten Sinne des Wortes – für einen „Biss“! Sie konnte schon taff sein. Eine „Macherin“ nach dem Motto „selbst ist die Frau“. Sie war ausgestattet mit einer guten Portion Urvertrauen, marschierte forsch durchs Leben und wusste, was sie wollte. Manch einem Artgenossen hat sie gezeigt, was Sache ist. Obwohl sie heute schon schlapp und angestrengt von ihrer Krankheit war: Dewulana musste nochmal hinterm Zaun angebellt werden.
Ihren Bezugspersonen gegenüber war sie ausgesprochen loyal und zeigte ihnen ihre sensible Seite. Ihr tiefer Blick, wenn sie uns anschaute – die Intensität war beeindruckend, das wird wohl keiner von uns vergessen.
Der heutige Tag, liebe Kuna, das war deiner 🥰!
Wir saßen viel zusammen. Sie war mittendrin und hat es merklich genossen. Gewiss ist, dass sie nun keine Schmerzen mehr hat. Was für ein tröstlicher Gedanke.
Lebewohl, liebe Kuna.

 Der Tod ordnet die Welt neu.
Scheinbar hat sich nichts verändert.
Und doch ist alles anders geworden
(Antoine de Saint-Exupéry)
Heute fühlte es sich einen Moment lang so an, als bliebe die Zeit stehen. Farewell, Munga. Sein Körper war müde und auch sein Geist hat uns gezeigt, dass es an der Zeit ist, ihn gehen zu lassen.
2011 wurde er geboren. Er kam bereits in jungen Jahren zu uns ins Tierheim, nachdem der Verkauf über ein Kleinanzeigen-Portal mehrmals gescheitert war.
Jung, dynamisch, wild, unbändig und hoch explosiv war er. Voller Kraft und Power und mit ganz eigenen Ideen. Was hat er uns gefordert, denn er hatte nicht nur ein Thema, sondern zahlreiche. Eins war gewiss, in ein Raster ließ er sich nicht stecken.
Er war uns ein sensationeller Lehrer, nicht nur, was das Hündische anbelangt, sondern auch in Bezug aufs Leben an sich und dafür sind wir sehr, sehr dankbar. Es konnten auch zahlreiche Hunde eine Menge von ihm lernen, denn er war ausgesprochen klar und fair im Umgang.
Mit dem eigenen Zuhause, was sich Menschen für Tierheim-Hunde wünschen, hat es nicht geklappt und am Ende ist es wohl auch gut so. Er war kein Hund fürs Sofa, für Besuch, für unbeschwert durch den Park laufen und mit Fremden schmusen.
Letztendlich hatte er sein Zuhause bei uns gefunden und wurde hier in Viernheim geliebt mit all seinen Ecken und Kanten und ohne Erwartungen. Er wurde gesehen und respektiert.
Er hatte seine Menschen – und davon gab es einige, die er mochte, respektierte und mit denen er Spaß hatte. Und er hatte seine Kuna, die jetzt alleine zurückbleibt, was wir gut aufzufangen versuchen.
Wir vermissen Dich, Munga. Du hinterlässt Spuren in ganz vielen Herzen! Du warst niemals zu viel, niemals: „nur irgendein Hund“ – du warst eine echte Persönlichkeit.
Wie schön, dass wir alle nicht wirklich sterben, sondern nur die Leihgabe auf Zeit: unser Körper.
Danke an alle, die ihn geliebt und begleitet haben.
Foto: Sabine Stuewer

Foto: Vanessa Klisa

Unser lieber Luca – nun darf er ohne Beschwerden sein.

Gestern (21.09.25) hieß es, Abschied von ihm zu nehmen. In der Tierklinik Hofheim wurde er gründlich untersucht und herauskam, dass er inzwischen viele Tumore hatte. Er hat nicht viel gezeigt, der Gute, bis es jetzt ganz deutlich wurde, dass etwas nicht stimmt. Vor einer Weile gab es schon einmal einen Befund. Wir haben das im Auge behalten und regelmäßig einen Blutcheck machen lassen. Und jetzt ging es doch ganz, ganz schnell.
 
Luca hat uns viele, viele Jahre begleitet. Leider, denn wie sehr hätten wir es ihm gegönnt, dass er vermittelt wird. Stattdessen verbrachte er lange Zeit im Tierheim, denn er konnte zeitweise wahrlich ein „schwerer Junge“ sein. So hatte er sein Zuhause bei uns und damit viele Menschen um sich herum, die ihn und seinen Humor geliebt haben und es noch immer tun. Denn die Liebe endet schließlich nicht mit dem Tod.
 
Er hat uns viel gelehrt, zum Beispiel auch mal fünfe gerade sein zu lassen. So zeigte er sich mit Mensch und Hund in vielerlei Hinsicht geduldig. Seine Zündschnur schien ewig lang zu sein. Doch wenn das Ende erreicht war, dann hat Luca deutlich gemacht, dass er „rot“ sieht.
 
Wir werden ihn an vielen Stellen vermissen. Was wird uns zum Beispiel sein durchdringendes Bellen fehlen, wenn er deutlich machte, dass das Futter gefälligst schnell geliefert werden muss. Schon eine Stunde vor der Fütterungszeit hat er quer übers Gelände gebrüllt, dass er Hunger hat 😉.
 
Auf der anderen Seite war er ein stiller und genügsamer Hund, einer, der es gern warm hatte und der, wenn möglich, in der Sonne lag – oft auf dem Trampolin in seinem Auslauf. So auch am Samstag, als Perdy bei ihm vorbeikam – wie immer, wenn sie im Tierheim war. Er kam auch diesmal vom Trampolin zu ihr gelaufen. Sonst blieb er und ließ sich schmusen, doch diesmal signalisierte er wieder raus zu gehen, um sich ins letzte Stückchen Sonne, ins Licht zu legen.
 
Ach, es ist so tragisch, die Geschichte von Hunden wie Luca. Angeschafft als Welpe, um dann festzustellen, dass es nicht passt. Doch statt für und um ihn zu kämpfen, landete er im Tierheim und das im jungen Alter. Luca ist wahrlich kein Einzelfall.
 
Herzlichen Dank, liebe Teffany, dass du mit ihm in der Tierklinik warst und ihn begleitet hast ❤. Lieben Dank an alle, die für ihn da waren 🥰.
 
Luca, wir denken voller Liebe an dich. Und den roten Teppich, den hast du dir wahrlich verdient!
 
Deine Wirs

Dr. Honigtau Bunsenbrenner (07/2013 bis 07/2025)

Wir sagen leise „lebe wohl“…

Der liebe Honey, offiziell Dr. Honigtau Bunsenbrenner, ist mit knapp 12 Jahren eingeschlafen.
Was hatte er bereits für ein bewegtes Leben hinter sich, als er bei uns landete. Ihr habt auf dieser Seite einiges über ihn erfahren dürfen – über den eindrucksvollen Hovawart-Rüden, der ordentlich die Zähne einsetzen konnte. Und der auf der anderen Seite so fein und so sensibel war.
Als er nach Viernheim kam, brachte er ordentlich hohe Mauern mit, die er zu seinem Schutz über die Jahre hinweg um sich herum errichtet hatte. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis diese bröckelten, bis er Vertrauen geschöpft und erkannt hat, dass Menschen ihm wohlgesonnen sind, dass Nähe schön sein kann und er um Ressourcen nicht zu kämpfen braucht.
Eine ganz besonders innige Verbindung entstand dann nach und nach zu Elmar, der einmal in der Woche nach Viernheim kommt, um sich verschiedenen SinL-Hunden zu widmen. Und Honeys allergrößtes Glück war es, dass Elmar ihn eines Tages zur Pflege mit nach Hause nahm. Es tat ihm so gut, er konnte mehr und mehr loslassen und auch in gesundheitlicher Hinsicht war es das Beste, was ihm passieren konnte. Er hatte keine gute Hüfte und da war ein ruhiges Plätzchen genau das Richtige für ihn.
Honey, unser Dr. Honigtau Bunsenbrenner, du hast einen ganz besonderen Platz in unser aller Herzen.
Vielen lieben Dank an dich, Elmar, dass du ihm ein Zuhause geschenkt und dich liebevoll um ihn gekümmert hast.

Xinzele, 2012-2023

Wir sind unglaublich traurig, denn Xinzele hat sich von der Bühne des Lebens verabschiedet…
Herzlichen Dank, liebe Dani, dass du lange Zeit für Xinzele da warst und dass du so viel für den kleinen Knopf getan hast. Das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit.
Ein Abschied ist nie leicht. Wir denken an Euch…
Wir sind froh, dass er bei Daniela Adams eine Pflegestelle gefunden hatte und dort mit ihr, ihrer Familie und ihren Hunden leben durfte. Er war nicht allein, er wurde geliebt, er fühlte sich sehr wohl.

 

 

 


Nkateko, 2014-2022

Nkateko ist ein sehr sensibler und feinfühliger Hund. Er nimmt menschliche Stimmungslagen genau wahr. Nkateko bindet sich eng an seine Bezugspersonen und benötigt Führung und Halt von diesen. Er hat Spaß an gemeinsamer Beschäftigung und er ist ein aufmerksamer Begleiter. In der Regel ist er gut ansprechbar und orientiert sich an seinen Bezugspersonen. Der Rüde ist außerdem gehorsam und kann beispielsweise ordentlich an der Leine gehen.

Wer souverän auftritt und ihm Sicherheit geben kann, für den ist es eine Freude, mit ihm unterwegs zu sein. Allerdings spürt er jegliche Unsicherheit und Unaufmerksamkeit und dann fühlt er sich umgeh

end in der Zuständigkeit. Das kann sich bei unterschiedlichen Begegnungen mit Menschen und Hunden bemerkbar machen. Besonders können dann Bewegungsreize (unter anderem auch rennende Kinder, Jogger und Radfahrer) zum Thema werden. Nkateko kann ausgesprochen schnell durchstarten, denn sein Beutefangverhalten ist ausgeprägt.

Sein jagdliches Interesse kommt zum Vorschein, wenn er Wildtiere sichtet oder wenn er Spuren wahrnimmt.
Hat er etwas besonders Schmackhaftes oder Wichtiges, dann kann es zur Ressourcen-Verteidigung kommen.
Außerdem ist der Weimaraner-Rüde territorial und es wird unbedingt Management benötigt, wenn sich ein Fremder „seinem“ Bereich nähert.
Begegnet er Hunden im Freilauf, so checkt er sein Gegenüber genau ab. Bei einigen zeigt er sich bald recht uninteressiert, andere behält er im Auge und versucht sie einzugrenzen bzw. zu beeindrucken.

Nkateko ist ein eher ernsthafter Hund. Wir wünschen uns daher für ihn Menschen, die seine Tendenzen nicht unterschätzen, die aber grundsätzlich recht unbeschwert durchs Leben gehen und ihm eine gewisse Leichtigkeit vermitteln können.
Vor allem sollte der, der sich seiner annimmt, ihm eindeutige Regeln geben, verlässlich für ihn sein und ihm dadurch vermitteln, dass er ihm vertrauen kann.
Hundeerfahrung ist definitiv vonnöten und der Einsatz eines Maulkorbs sollte selbstverständlich sein. Nkateko ist gewohnt, diesen zu tragen und lässt ihn sich ohne weiteres aufsetzen.
Er kann allein bleiben und er kennt es, im Auto mitzufahren.
Aufgrund der genannten Verhaltensweisen wird Nkateko nicht in eine Familie mit Kindern vermittelt.


Porhisa, 2017-2022

Sein Name ist shangaan und bedeutet Polizist.
Ja, alle sollen möglichst bald ausziehen können, doch für den Schäferhund-Rüden wünschen wir es uns ganz besonders. Im Tierheim ist er, und das ist nicht übertrieben und hat nichts mit „auf die Tränendrüsen drücken“ zu tun, sehr unglücklich. Er ist ausgesprochen ruhelos und sucht nach menschlichem Kontakt. Doch im Tierheim ist er einer von vielen.
Porhisa ist eng mit seinen Bezugspersonen und absolut loyal. Obwohl er noch nicht lange da ist, hat er schnell Vertrauen aufgebaut.
Sein Name ist ein Stück weit Programm: Er verhält sich abschirmend, wenn er nicht klar geführt wird. Dann steht er vor „seinem“ Menschen und hat das Umfeld im Blick. Wer sich nähert, wird erst einmal verbellt (wenn man ihn lässt). Porhisa warnt sehr viel an, bevor er im äußersten Notfall vehementer wird.
Er gerät leicht in Frust, wenn er ein Ziel vor Augen hat und dieses nicht erreichen kann. Das ist nicht zu überhören, denn er wird laut, und er wird unter Umständen ungehalten, wenn man ihn begrenzt bzw. einschränkt.
Der Schäferhund-Rüde ist ab und an in der Hundegruppe mit dabei, aber nur mit Aufsicht. Vor allem findet man ihn dann um seine Bezugspersonen herum. Seine Tendenz, diese zu vereinnahmen, ist sehr deutlich erkennbar.
All das ist für jemanden mit Erfahrung und der Bereitschaft, Unterstützung hinzuzuziehen, absolut händelbar. Wir sind für Interessent*innen da und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Wir wissen nicht, ob Porhisa allein bleiben kann. Bei einer Vermittlung sollte das sicherlich von Anbeginn geübt werden, damit es zur Gewohnheit wird und er sich nicht mehr und mehr zur Klette entwickelt.
Er kennt und trägt ohne Probleme einen Maulkorb. Situativ sollte dieser, vor allem in der Anfangszeit, zum Einsatz kommen.

Foto: Bamberg/Broszonn

Dr. Snuggles, 2015-2019

Na, wenn das mal nicht viiiiiel Hund ist! Dr. Snuggles war zwar nur „ein halbes Hemd“, also sehr schmal, als er nach Viernheim kam – dennoch war er kräftig wie nur was. Er war es gewohnt, an der Leine zu ziehen und zu zerren. Im Verfolgen seiner Ziele ist er nämlich ganz groß.
Inzwischen bringt er einige Kilogramm Körpergewicht mehr auf die Waage. Und er weiß wahrlich um seine Kraft! Nicht nur das – er weiß auch, was er will oder auch mal nicht will. So verunsichert er bei seiner Ankunft wirkte, so deutlich machte er bereits am ersten Tag, was ihm wichtig ist, z.B. seine Bezugsperson zu vereinnahmen und zu begrenzen. So schnell er sich einen ausguckt, dem er sich anschließt, so schwer tut er sich gegenüber anderen Menschen. Da reagiert er argwöhnisch. Es dauert, bis er Vertrauen aufgebaut hat, denn im Herzen ist er viel weniger stabil, als es aufgrund seiner Masse nach außen scheinen mag.
Das hellwache Kerlchen ist schnell in der Denke und durchschaut ruck zuck, mit wem er es zu tun hat. Die Kommunikation mit ihm macht Freude, denn er hört genau hin, wenn man ihn davon überzeugen kann, dass es sich lohnt und man tatsächlich was zu sagen hat.
Derjenige, den Snuggles mit auserwählt – denn die Sympathie, die muss schon stimmen – der sollte nicht nur körperlich in der Lage sein, den Burschen zu führen, sondern vor allem mental. Es gilt, ihm wohlwollend zu begegnen und auf der anderen Seite sehr klare Regeln aufzustellen. Einerseits ist Dr. Snuggles sensibel und wirkt noch recht jugendlich. Und andererseits ist er sehr ernst, er probiert aus und testet an. Hier braucht es einen geschulten Blick, um das zu erkennen. Ansonsten wird der Rüde schnell sehr stark und setzt sich mittels Zähnen durch.
Ressourcen sind ihm wichtig – daher ist es kein Wunder, dass er Futter verteidigt.
Und wachsam ist er – was sein Territorium ist, das macht er nach außen hin unmissverständlich klar.
Mit Hunden ist er relativ verträglich. Gegenüber Rüden imponiert er und probiert er sich aus. Vermutlich wird er sich mit zunehmendem Erwachsenwerden in dieser Hinsicht noch verändern.
Bitte haben Sie Verständnis, dass Dr. Snuggles aufgrund der oben genannten Themen nicht in einen Haushalt mit Kindern vermittelt wird.