Porhisa

Ja, alle sollen möglichst bald ausziehen können, doch für den Schäferhund-Rüden wünschen wir es uns ganz besonders. Im Tierheim ist er, und das ist nicht übertrieben und hat nichts mit „auf die Tränendrüsen drücken“ zu tun, sehr unglücklich. Er ist ausgesprochen ruhelos und sucht nach menschlichem Kontakt. Doch im Tierheim ist er einer von vielen.
Porhisa ist eng mit seinen Bezugspersonen und absolut loyal. Nach kurzer Zeit hat er Vertrauen aufgebaut.
Sein Name ist ein Stück weit Programm: Er verhält sich abschirmend, wenn er nicht klar geführt wird. Dann steht er vor „seinem“ Menschen und hat das Umfeld im Blick. Wer sich nähert, wird erst einmal verbellt (wenn man ihn lässt). Porhisa warnt sehr viel an, bevor er im äußersten Notfall vehementer wird.
Er gerät schnell in Frust, wenn er ein Ziel vor Augen hat und dieses nicht erreichen kann. Das ist nicht zu überhören, denn er wird laut, und er wird unter Umständen ungehalten, wenn man ihn begrenzt bzw. einschränkt.
Der Schäferhund-Rüde ist regelmäßig in der Hundegruppe mit dabei. Dort zeigt er relativ wenig Interesse an seinen Artgenossen, es sei denn, es ist ihm etwas sehr wichtig. Vor allem findet man ihn um seine Bezugspersonen herum und auch hier ist seine Tendenz, diese zu vereinnahmen, unverkennbar.
All das ist für jemanden mit ein wenig Erfahrung und der Bereitschaft, Unterstützung hinzuzuziehen, absolut händelbar. Wir sind für Interessent*innen da und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Wir wissen übrigens nicht, ob Porhisa allein bleiben kann. Bei einer Vermittlung sollte das sicherlich von Anbeginn geübt werden, damit es zur Gewohnheit wird und er sich nicht mehr und mehr zur Klette entwickelt.
Er kennt und trägt ohne Probleme einen Maulkorb. Situativ sollte dieser, vor allem in der Anfangszeit, zum Einsatz kommen.