Xinzele

Xinzele, gesprochen Schinzeeele, für Honigdachs (wegen seines Aussehens, nicht wegen seines Wesens), ist ein kastrierter Rüde und in 2012 geboren.
Er kommt aus einem anderen Tierheim, wo er seit 2017 lebte und ist am 06. Mai 2021 in Viernheim – direkt nach Bestandsaufnahme mit seiner eigentlichen Bezugsperson – eingezogen.

Xinzele ist ausgesprochen aufmerksam und neugierig und liebt es, mit seiner Bezugsperson zu kuscheln und mit ihr Dinge zu unternehmen. Was sein Mensch macht, das findet er einfach klasse und er gibt sich redlich Mühe, ihm zu gefallen.
Fremden gegenüber hält er sich zurück und sucht erst einmal nicht den direkten Kontakt, sondern ist sogar eher ausweichend. Hält er seine Bezugsperson für fähig, dann stellt er sich von sich aus hinter diese, denn sie gewährt ihm Schutz vor Unbekanntem und für ihn Unschönem.
Er geht stressigen Situationen eher aus dem Weg, als sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Das, was er tut, tut er „leise“, mit gemäßigtem „GO“, auch das sich ständig vor die Füße des Menschen stellen. Hierauf darf der zukünftige Besitzer gut achten, dass der Kleine nicht zum leisen Kontrolletti wird.

Überschreitet jemand, z.B. zum Chipablesen, seine Individualdistanz, dann beißt er zu, denn das kann der sonst recht gelassene Hund nicht tragen.
Auch bei Futter versteht Xinzele keinen Spaß, was erst einmal anders scheint, da er gelernt hat, sich zurücknehmen und zudem hat er eine unendlich lange Zündschnur. Gehts allerdings darum, Raum in Verbindung mit Futter – oder ihm etwas Wichtigem – zu nehmen, dann wird dieser verteidigt – mit den Zähnchen.

Weiß er nicht weiter, findet er Lösungen, im Schnuppern, im sich Schütteln, im sich Rausnehmen. Klappt das nicht mehr, dann beißt er zu. Ernstnehmen sollte man diesen kleinen und freundlich anmutenden Hund allemale.

Der ältere Herr, dessen Augen nicht 100%ig in Ordnung sind, ist durch seine kleine Rute, die immer geht, sehr mitteilsam: sei es freudig, besorgt oder anderweitig kommunizierend.

Xinzele wurde im Rahmen der Bestandsaufnahme direkt mit in den Tagesauslauf genommen, wo er sich erst kurz abwartend, dann ausgesprochen neugierig verhielt und erst einmal sein neues Territorium ablief.

Er ist ein sehr berührender Hund, der das Herz erweichen lässt und wir hoffen, dass er ganz bald von Menschen gesehen wird, die ihn nicht mehr groß verändern wollen, aber Grenzen setzen können und es ihm nicht übel nehmen, wenn er auch mal kauzig ist. Wollen will er das nicht, der liebenswerte und liebebedürftige Hund.

Er wird nicht in einen Haushalt mit Kindern vermittelt (Ausnahmen bestätigen – wie immer – die Regel).

Das Ursprungstierheim teilte uns mit, dass er stubenrein ist und auch mal alleine bleiben kann. Autofahren sei auch o.k., allerdings mag er die Box nicht so gerne. Bislang wurde er angeschnallt mitgenommen.